Maverick is up for sale!

Current Position: Falmouth, Cornwall, UK

Shipname: Maverick

R.No. N-28944, registered in Austria

Callsign: OEX 8944



Contact:

+447586340401

andreasfechs@hotmail.com,

Skype: andreasfechs


Up for sale!

Maverick is up for Sale!

A PERSONAL FOREWORD




I bought Maverick in 2009 , taking her over in Honfleur in the English channel.



From there I sailed her down to Las Palmas where Maverick got a full overhaul, making her fit for Atlantic cruising. In the process I restored the underwater ship to a basically brand new condition and upgraded the interior construction, the instrumentation and the sails and rigging with a truly ocean going boat in mind. Since then she has carried me down to Uruguay from where I sailed her back single handed, giving me absolute certainty of her seaworthiness and reliability.






However, as life often goes my ambitions have changed and hence I am now selling Maverick. So for everyone who wants a proven boat for passage making this is an ideal opportunity! Maverick comes with an extensive set of tools and spare parts, all kitchen utensils plus heaps of literature, maps and pilot charts. So all you have to do is load her up with provisions, fill the tanks and start sailing. The asking price is GBP46.000,-





EIN PERSÖNLICHES VORWORT






Ich habe Maverick 2009 gekauft und in Honfleur im englischen Kanal übernommen. Von dort habe ich sie nach Las Palmas gesegelt wo ich sie generalüberholt habe um sie für den Atlantik fit zu machen.



Das Unterwasserschiff habe ich dabei komplett erneuert, und die gesamte Konstruktion überholt,.Instrumentierung, Segel und laufendes Gut wurden generalüberholt und aufgebessert. Ich habe Maverick in ein wirklich hochseetüchtiges Boot verwandelt. Seitdem habe ich sie nach Uruguay gesegelt und zurück, und das einhändig. Ich weiß also aus erster Hand über die ausgesprochene Hochseetüchtigkeit von Maverick bescheid. Meine Ziele haben sich in der Zwischenzeit geändert , daher verkaufe ich Maverick.



Für jene also die ein Boot für Langstrecke suchen ist das eine ideale Gelegenheit. Maverick ist mit umfangreichem Werkzeug und Ersatzteilen ausgestattet, allen Küchenutensilien und auch massenweise Lektüre, Seekarten und Pilot Charts sind an Bord. Auftanken, Lebensmittel bunkern und lossegeln ist die Devise. Der Rufpreis beträgt Euro55.000,-

Our sailed route

Our sailed route
From Deauville, France to Piriapolis, Uruguay

2010-04-16

Notizen: Die 6. Etappe: Zwischen Brasilien und Uruguay

Das ist sie also, unsere vorerst letzte Etappe – die Fahrt in den Süden. Nachdem uns alle Brasilianer und auch andere Segler warnten, dass wir, sollten wir auf dieser Fahrt in eine Südwindfront fahren, weit zurückgeworfen werden und auch der Abschnitt zwischen Pinheira und Rio Grande der gefährlichste sein soll – man beachte auch einige in der Karte eingezeichnete Wracks am Strand – beobachteten wir die Wetter- und Windentwicklung ganz genau. Als sich Mittwoch, dem 31.03. zu Mittag gute Verhältnisse für mehrere Tage ankündigt, brachen wir rasch, etwas überhastet, blieb uns doch gerade noch genug Zeit, einzukaufen und uns zu verabschieden, auf. Mit der Abenddämmerung holten wir unseren Anker hoch und in der Dunkelheit verließen wir die Bucht, die uns mit Brasilien ‚versöhnt’ hat.

Die Etappe selbst aber startete mit einer kleinen Reparatur, es sollte die einzige bleiben; der oberste Reiter des Großsegels war gebrochen. Nach fünf Minuten Arbeit konnten wir die Segel setzen und unsere letzte Fahrt konnte so richtig beginnen. Einem Problem wurden wir nicht Herr: Die Logge wollte nicht und nicht richtig funktionieren. Auch nach ihrer Reinigung blieben die angezeigten Werte falsch. Grund dafür war Bewuchs, der sich am Plastikring außen an der Logge gebildet hatte, und den wir unterwegs nur in einer Flaute hätten entfernen können. Aber das bedeutete nicht mehr als eine Unannehmlichkeit – nämlich, dass wir nie unsere tatsächlich Fahrt durchs Wasser und damit auch nicht die wahre Windrichtung und -geschwindigkeit wussten.

Anfänglich blies uns der Wind vor sich her und blieb nicht nur stabil, sondern auch angenehm stark, sodass wir an unserem zweiten vollen Tag auf See einen neuen Etmal Rekord aufstellen konnten: 137 sm! (Das macht einen sensationellen Schnitt von 5,71 kn/h).

Einen anderen Rekord konnten wir auch verzeichnen, auf den wir einerseits zwar gerne verzichtet hätten, andererseits aber unser Vertrauen in die Maverick erhöhte: Hart am Wind segelnd legte uns eine Bö, der Wind nahm sprunghaft von 25 kn auf 35 kn zu, 40 Grad auf die Seite. Dem Boot machte das offensichtlich weniger aus als der Besatzung.

Zu unserem Glück waren wir, als der Wind endgültig drehte und zwischen SO und S blieb, schon weit genug vor der Küste und auch weit genug südlich, dass wir nur für eine Nacht mit geringer Geschwindigkeit aufs Meer hinauskreuzten und danach wieder direkten Kurs auf die Mündung des Rio Plata nehmen konnten.

Interessant war, dass sowohl Wasser- als auch Lufttemperatur innerhalb eines einzigen Tages deutlich fiel, sodass wir unsere warmen Sachen herauskramen mussten. Und bei 16 Grad nächtens war endlich auch mein Schlafsack nicht mehr übertrieben. Das Wasser blieb nicht nur zwischen 19 und 20 Grad Celsius, sondern wurde auch deutlich salziger, sodass bald alles an Deck mit einer feinen weißen Kristallkruste versehen war – ebenso unsere Kleidung.

Leider schlossen wir in der rauen See die Doradelüfter zu spät – wir nahmen über sie regelmäßig geringen Mengen Wasser durch das Überspülen des Decks, sodass wir eine volle Bilge bekamen, die dann durch die extreme Lage bis zu unserem Zwiebelvorrat schwappte. Da weder Andreas noch ich besonderen Wert auf Zwiebel a la Diesel legen, gingen sie anschließend über Bord.

Kulinarisch ließ diese letzte Etappe nichts zu wünschen übrig, denn wir hatten von allem mehr als genug, und so ist es nicht verwunderlich, dass sie die erste war, auf der wir beide kein Gewicht verloren – übrigens wurde, dank des kühleren Klimas hatten wir beide wieder mehr Gusto auf warme Mahlzeiten, wieder regelmäßig gekocht.

Am vorletzten Tag sichteten wir Robben, die aber leider nur an uns vorbeizogen. Der Wind hatte wieder leicht gedreht und blies uns jetzt, wir fuhren Butterfly, direkt in die Mündung des Rio Plata unserem Ziel Piriapolis/Uruguay entgegen. Dass er Mittwoch früh einschlief, und wir die letzten Meilen motoren mussten machte wenig – ermöglichte es uns doch bei Windstille und Tageslicht in der Marina festzumachen.

Die letzten 6 ½ Tage auf See lagen hinter uns. Und auch wenn ich sie genossen habe, bin ich doch auch froh, vorerst einmal angekommen zu sein. Am Ende waren mir die Strapazen des Segelns schon anzumerken.

albert

0 Kommentare: