Ob wir viel von Rio gesehen haben - eigentlich nicht. Unser ausgiebigstes Sightseeing war bürokratischer Natur: Wir benötigten drei Tage, um alle Papiere geordnet zu bekommen - pro Amt (Policia Federal, Zoll, Capitania dos Portos) und Dokument ein Tag. Einziger Nachteil dabei: Man muss diese Art der Annäherung an das Gastland in langen Hosen und geschlossenen Schuhen erledigen - was spätestens im überfüllten Bus zu kaum mehr spontan zu nennender Transipiration führt. Entschädigt wird man aber durch die außerordentliche Freundlichkeit, mit der die Menschen hier auf einem zukommen - und der ehrlichen Freude und Bewunderung für den Segler, der sich über den Ozean wagt. (Ich gebe zu, das erfüllt einem immer ein bißchen mit Freude und Stolz.)
Das Ausklarieren war dann rekordverdächtig: Wir schafften es an nur einem halben Tag! Inklusive 4 Fährfahrten, da ja 'unser' Club nicht direkt in Rio, sondern gegenüber in der Bucht liegt. (Die Stadt heißt Niteroi, der Vorort Charitas.)
Damit fielen aber von den 10 (vollen) Tagen Aufenthalt schon 4 weg, sodass wir uns als wirklich touristisches Ziel nur die Christusstatue ansahen. Die restliche Zeit widmeten wir uns der Erholung. Wie gesagt - zum ersten Mal Urlaubsgefühle!
Nun gehen wir gut erholt in die letzte Etappe unserer Fahrt: Richtung Uruguay. Ursprünglich hatten wir geplant, sie in Argentinen enden zu lassen, da dort aber die Aufenthaltserlaubnis für ausländische Boote von 8 auf 3 Monate verkürzt wurde, haben wir umdisponiert. Wir haben schon Kontakt aufgenommen und in Uruguay eine Ansprechperson, die sich richtig darüber freut, dass Segler 'sein' Land besuchen - und die deutsch und englisch spricht! Bei so viel Herzlichkeit kann man ja gar nicht anders!
Also: Bis Piriapolis! (Wahrscheinlich werden wir unterwegs noch einen Stopp einlegen um günstigen Wind abzuwarten, aber da ich noch nicht abschätzen kann, wie's dort mit der Möglichkeit ins Netz zu kommen aussieht, verabschiede ich mich vorerst einmal bis Uruguay Anfang/Mitte April.)
2 Kommentare:
da habt ihr euch wirklich ein nettes platzerl für eure panne ausgesucht, google spuckt ganz fantastische bilder aus!
Wir haben Albert und Andreas in Piriapolis getroffen, von da habe ich die Adresse. Sie hatten bis gestern sehr schónes Wetter. Grüsse Fernanda & Robert aus Argentinien
Post a Comment