Maverick is up for Sale!
A PERSONAL FOREWORD
I bought Maverick in 2009 , taking her over in Honfleur in the English channel.
From there I sailed her down to Las Palmas where Maverick got a full overhaul, making her fit for Atlantic cruising. In the process I restored the underwater ship to a basically brand new condition and upgraded the interior construction, the instrumentation and the sails and rigging with a truly ocean going boat in mind. Since then she has carried me down to Uruguay from where I sailed her back single handed, giving me absolute certainty of her seaworthiness and reliability.
However, as life often goes my ambitions have changed and hence I am now selling Maverick. So for everyone who wants a proven boat for passage making this is an ideal opportunity! Maverick comes with an extensive set of tools and spare parts, all kitchen utensils plus heaps of literature, maps and pilot charts. So all you have to do is load her up with provisions, fill the tanks and start sailing. The asking price is GBP46.000,-
EIN PERSÖNLICHES VORWORT
Ich habe Maverick 2009 gekauft und in Honfleur im englischen Kanal übernommen. Von dort habe ich sie nach Las Palmas gesegelt wo ich sie generalüberholt habe um sie für den Atlantik fit zu machen.
Das Unterwasserschiff habe ich dabei komplett erneuert, und die gesamte Konstruktion überholt,.Instrumentierung, Segel und laufendes Gut wurden generalüberholt und aufgebessert. Ich habe Maverick in ein wirklich hochseetüchtiges Boot verwandelt. Seitdem habe ich sie nach Uruguay gesegelt und zurück, und das einhändig. Ich weiß also aus erster Hand über die ausgesprochene Hochseetüchtigkeit von Maverick bescheid. Meine Ziele haben sich in der Zwischenzeit geändert , daher verkaufe ich Maverick.
Für jene also die ein Boot für Langstrecke suchen ist das eine ideale Gelegenheit. Maverick ist mit umfangreichem Werkzeug und Ersatzteilen ausgestattet, allen Küchenutensilien und auch massenweise Lektüre, Seekarten und Pilot Charts sind an Bord. Auftanken, Lebensmittel bunkern und lossegeln ist die Devise. Der Rufpreis beträgt Euro55.000,-
2009-12-08
Leg 2: From Las Palmas, Gran Canaria to Mindelo, Cabo Verde
At that point I have to mentione the best beer drinking buddy I have ever come across, Terry, with whome I spent some most enjoyable afternoons and evenings, our wits hovering over the big questions of life. Should you ever meet him, don´t miss out on a couple of beers! The routine always started with a trip to the gas station for cold beer. The biggest downside of anchoring is the leck of cooling possibilities. Thank god for dinghies with outboard engines.
However, after a while the urge to leave became really strong, and on November 20th it won over us. Just as well, we only left two days before the ARC, and I had no intention to be overtaken by 250 boats! The sad part was that by doing so we missed Terry´s birthday by a couple of days. I am not sure I will ever get over this!
Overall, however, this was a very wise thing to do since we caught great winds. We left in a force 1 calm, but after 4 hours we caught a north easterly which carried us straight to Cabo Verde. During the first night I could watch the lights of Gran Canary island gliding past us on our starboard side and it just felt so great to finally get going after all that time.
The wind was blowing a very steady force 5 and we had no problem making our minimum progress. In fact, without any effort on our behalf, the wind pilot took all the load happily, we put up our new record of 133nm in 24hrs and would stay above 120nm most days. So now we have the confidence that our boat is up to the trip we want to make and even a bit faster than absolutely necessary.
The journey was so pleasant that there even isn´t much to say about it! Night watch was a bliss with no boats around, sniffing the warm scented air the wind carried over from the African mainland, over 500 miles away.
To start with we were actually thinking of crossing over to Brazil directly. But then, after two or three days I decided that I am not in the mood for a trip that is longer than absolutely necessary. It is right what they say – a day at sea is a lost day in the Marina! So we changed course and headed fo Mindelo. And no regrets!
Cabo Verde is an African, independant group of islands wih a most curious mix of origins. Portuguese rulers, African slaves, Indians, Jews escaping from Europe, Chinese opening shops, you name it. The result is a very friendly and pleasant people and a degree of development you would not necessarily expect but will be very happy about.
The Marina itself was founded and is run by a German, with nothing left to be desired. The latest sailing guide is still talking about a lack of supplies here, at least in variety. However, it was last reworked in 2000 and I guess a lot happened since then. Last but not least because a lot of countries, most noteworthy Luxemburg, have developed a curious appetite for subsidies to Cabo Verde, so there is a lot of new schools, roads etc. Personally I am not sure about the need for speed bumps, apparently paid for by the Americans. Anyway, we certainly could get everything we wanted.
And, of course, there is always music. Mostly live and always good.
One day we spent on the island of Sao Antao, the most fertile of the group and almost 2000m high. A nice experiance to go from an arid hot coast up to a green mountain with the air verging on chilly. Definitely most scienic.
In summary, I can only warmly recommend Cabo Verde!
However, we are now preparing to leave for our big passage, so you will hear again from Brazil, Bahia. And hopefully it will not take us longer than around 25days.
So Long!
Andreas
2009-12-05
Notizen: Von Mensch und Meer
Blickt man voraus, so ist kein Weg vorgezeichnet, deutet nichts darauf hin, wo der Bug sich als nächstes den Weg bahnen wird.
Blickt man indes zurück, so verliert sich die Spur, die man an der Wasseroberfläche hinterlassen mit der nächsten, spätestens aber mit der übernächsten Welle.
Ringsum gibt es kein einziges Merkmal, mittels dessen Peilung sich das Vorwärtskommen feststellen ließe – nur dank der technischen Instrumente läßt sich der Weg manifestieren.
Eingebettet im Rhythmus dieser Welt hat man das Gefühl zeitlos zu sein, ja, fast sogar raumlos, vor allem des Nächtens, wenn die Grenze zwischen dem Wasser und dem Horizont sich in der Dunkelheit verwischt.
Aber wir sind. Jetzt und hier. Das ist reichlich und genügt.
An Geräuschen gibt es die des Meeres und des Windes.
Um uns ist Meer.
Aber was ist es? Mit welchen Worten, welchen Adjektiven läßt es sich fassen? Mächtig, uralt, ewiglich, zeitlos, (ur-)kräftig, feindlich, freundlich, kameradschaftlich, höflich, kulant, unbezwingbar, gutmütig, bösartig, lachend…?
Vor allem während der Nachtwachen beobachte ich es, lausche ich ihm, versuche es zu erfahren. Gelernt habe ich, dass es einfach: ist. Das Meer entzieht sich der Vermenschlichung schlicht und ergreifend dadurch, dass es den Menschen in seinen Rahmen weist, ihm sagt, dass er ein Teil dieser Welt ist – nicht Krone, als die er sich selber so gerne sieht, noch Herrscher, zu dem er sich gerne aufschwingt (und das Wissen es nicht zu sein läßt ihn in kindlichem Trotz die Welt zerstören), einfach nur ein Teil.
(Vielleicht gelingt einem das Zulassen dieser Erkenntnis an Land um so viel schwerer, weil man dort umgeben ist von den Auswirkungen des trotzigen Rundumschlagens, und sich dann sofort mit dem Akzeptieren des Teilseins das schlechte Gewissen und die Schuldgefühle einstellen.)
Dem Meer vermochte der Mensch bis dato kaum sichtbare Zeichen seiner Existenz, nicht ihm seinen Fortschrittsfetisch aufzwingen. Es mag für Leif Ericson, Christobal Colomb, Magellan, Francis Drake und die vielen namenlosen Seefahrer genauso ausgesehen haben, wie es nun mir vor die Augen tritt, oder aber auch nicht, denn sieht man den Wellen zu, glaubt man Zwillinge zu erkennen, nur um schon im nächsten Augenblick ihre feine Differenziertheit zu verstehen. Auch im Rauschen verlieren sich vermeintliche Muster in einer Nuanciertheit, die in all ihren Feinheiten festzuhalten wohl ein musikalischeres Gehör als das meine bedürfe.
Das Meer also ist. Einfach so.
Und ich als Mensch bin glücklich und froh zu fühlen, dass ich ein Teil des Ganzen, der Welt, bin, dem auch die Ozeane angehören. Mit diesem Zugehörigkeitsgefühl aber löst sich der Druck, sich einen Bezugsrahmen schaffen, das eigene Sein auf dieser Welt rechtfertigen zu müssen, in dem man dem Leben einen Sinn aufzwingt.
Vom Meer kann man lernen, zu sein. Es fließt dahin als Teil des Ganzen, steht in engerer oder lockerer Beziehung zu anderen Teilen, wandelt sich ohne sich zu verwandeln zu lassen, gibt sich auf ohne sich zu verlieren und wertet nicht.
Auch das entspannt: Fernab des Gefühls, ständig einer Bewertung ausgeliefert zu sein, gewogen zu werden. Meine Wertigkeit liegt nur in der Wahrnehmung einer einzelnen Person, nämlich mir selber.
Das Meer aber ist auch Spiegel der eigenen, innersten Emotion und hilft einem damit, sich selber kennen zu lernen.
Erscheint es einem feindlich, düster, drohend und bösartig? Welche Angst frißt da in mir, die es loszulassen gilt?
Nehme ich es als freundlich, spielerisch, jubilierend wahr? Welch Keim des Glücks sprießt da in mir, den zu hegen es gilt?
Das Meer ist mir also Spiegel, ist mir Lehrer – bin ich für eine Lektion bereit, steht sie zur Verfügung. Nicht aufgezwungen wird sie, sondern angeboten. Ich brauche nur zu lauschen, zu schauen, offen zu sein.
Und losgelöst von dem viel zu selten hinterfragten Regelwerk der Zivilisation, der vom Menschen ausgerufenen Herrschaft über diese Welt, werde ich zu dem, was der Mensch immer schon war: Teil des Ganzen.
Wenn mich nun jemand fragt, was ich denn mitnehmen möchte von diesem Abenteuer, das eigentlich nur Leben heißt, so ist es dieses Gefühl, diese Gewissheit und die damit verbundene Zufriedenheit.
Fragt mich aber jemand, ob ich nun denn endlich weiß, was ich will, wer ich wirklich bin abseits dieses Teilseins, dann kann ich nur mit der Schulter zucken. Aber vielleicht komme ich da auch noch drauf!